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DHL präsentiert CCI**** / CIC*** Meßmer Trophy

Hall of Fame 2007: Horst Karsten und Watermill Stream



Vor Wochen hatte die ERA dazu aufgerufen, geeignete Kandidaten - Reiter und Pferde - zu benennen. Auch buschreiter.de hat die Aktion mit einem Aufruf zur Nominierung unterstützt. Gefragt waren zwei- und vierbeinige Persönlichkeiten, die sich für den Vielseitigkeitssport in besonderer Weise verdient gemacht haben. Die Ehrung fand im Rahmen eines Empfangs für Reiter, Pferdebesitzer, Sponsoren und Offizielle beim internationalen Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen statt. Mit Standing Ovations bekundeten  die Gäste ihre Zustimmung zu der Wahl der Jury.

Horst Karsten zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Vielseitigkeitsszene. Während seiner aktiven Zeit zählte er nicht nur zu den besten, sondern auch beständigsten deutschen Reitern: Zwischen 1964 und 1986 war der fünffache Deutsche Meister 14 Mal Mitglied eines deutschen Teams bei internationalen Championaten und gewann bei Europameisterschaften eine Gold- (Kiew, 1973), eine Silber- (Burghley, 1977) und zwei Bronzemedaillen (Haras du Pin, 1969, und Luhmühlen, 1975) sowie je eine Bronzemedaille bei Weltmeisterschaften (Burghley, 1974) und Olympischen Spielen (Tokio, 1964). Dreimal stand er bei Europameisterschaften auch in der Einzelwertung auf dem Treppchen, wo ihm jeweils die Bronzemedaille verliehen wurde: 1965 in Moskau, 1973 in Kiew und 1977 in Burghley.

Nach den WM 1986 in Gawler übernahm er das Amt des Bundestrainers und hatte maßgeblichen Anteil an den Erfolgen der deutschen Vielseitigkeitsreiter, unter anderem an Mannschafts-Gold bei den Olympischen Spielen in Seoul sowie Mannschafts-Bronze bei den Olympischen Spielen in Barcelona sowie bei den Weltreiterspielen in Stockholm 1990 und in Den Haag 1994. "Horst Karsten war in der Lage, auch aus mittelmäßigen Pferden das Beste herauszuholen und gemeinsam mit ihnen Höchstleistungen zu vollbringen", zitierte Bundestrainer Hans Melzer (Putensen) in seiner Laudatio den langjährigen Vorsitzenden des Vielseitigkeitsausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), Hilarius Simons.

Der Vollblüter Watermill Stream gehörte mit seiner Reiterin Bettina Hoy, damals noch Overesch, fünf Mal in Folge einem Championatsteam an und holte 1997 den bisher ersten und einzigen Einzeltitel nach 1936 für Deutschland (sieht man von Olympia-Gold in Athen ab, das Bettina Hoy am Grünen Tisch aberkannt worden ist). Der Schimmel wurde zunächst von der Niederländerin Alice Lozeman bei den Jungen Reitern vorgestellt. 1993 kam er in den Stall von Bettina Hoy in Rheine, der es mit Hilfe Horst Karstens gelang, den "Headshaker" zu einem guten Dressurpferd auszubilden. 1994 gewannen die Deutschen mit Hilfe Watermill Streams Mannschafts-Bronze bei den WM in Den Haag. 1995 nahmen "Spooky" (englisch für guckerig) und Bettina Hoy an den EM in Pratoni del Vivaro teil, 1996 starteten sie bei den Olympischen Spielen in Atlanta/USA. 1997 erlebte das Paar seinen größten Triumph mit dem Gewinn des Europameistertitels in der britischen Vielseitigkeitshochburg Burghley. Ein Jahr später verpassten sie nur knapp die Chance auf den Weltmeistertitel, da Watermill Stream - nach Dressur und Gelände auf Platz zwei liegend - aufgrund einer Verletzung aus der Prüfung genommen wurde. Ende 1999 verabschiedete sich der Schimmel aus dem Sport und verbrachte seinen Ruhestand auf einer Koppel in der Nähe der Hoys im britischen Gatcombe. Er verstarb im vergangenen Jahr im Alter von 23 Jahren. (buschreiter.de/fn-aktuell/Uta Helkenberg)

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